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Windows 10 ESU: Am 13. Oktober 2026 verdoppelt sich der Preis

Veröffentlicht am 1. September 2026 · Redaktion CDH computing

Für Unternehmen, die noch Windows-10-Geräte im Bestand haben, steht Mitte Oktober ein Stichtag an: Der erste Jahreszeitraum der Extended Security Updates (ESU) läuft am 13. Oktober 2026 aus. Wer danach weiter Sicherheitsupdates beziehen will, bucht Jahr 2 – und zahlt dafür laut Microsoft den doppelten Preis. Microsoft nennt für das kommerzielle ESU-Programm einen Listenpreis von 61 US-Dollar pro Gerät im ersten Jahr und hält fest, dass sich der Preis in jedem Folgejahr verdoppelt, maximal drei Jahre lang. Das ergibt rund 122 US-Dollar für Jahr 2 und rund 244 US-Dollar für Jahr 3; die tatsächlichen Konditionen über Volumenlizenz-Programme und Partner können davon abweichen.

Wichtig ist, was ESU nicht ist. Das Programm liefert ausschließlich als kritisch und wichtig eingestufte Sicherheitsupdates – keine Funktionserweiterungen, keine nicht sicherheitsrelevanten Korrekturen und keinen technischen Support für Windows 10 selbst. Voraussetzung ist Windows 10 in der Version 22H2 mit den passenden Vorbereitungs-Updates; die Long-Term-Servicing-Varianten (LTSB/LTSC) haben eigene Lebenszyklen und sind vom ESU-Programm nicht abgedeckt. Aktiviert wird über einen Multiple Activation Key aus dem Microsoft-365-Admin-Center, mit einer eigenen Aktivierungs-ID je ESU-Jahr – der Wechsel auf Jahr 2 ist also auch technisch ein aktiver Schritt, kein stiller Übergang.

Besonders unangenehm ist die kumulative Logik: Wer erst in Jahr 2 einsteigt, muss Jahr 1 nachkaufen. Aussitzen und später einsteigen wird dadurch nicht günstiger, sondern teurer. Für einen Betrieb mit 50 verbliebenen Windows-10-Rechnern liegen allein Jahr 1 und Jahr 2 zusammen bei gut 9.000 US-Dollar Listenpreis – Geld, das keinerlei neue Funktion bringt, sondern nur den Status quo absichert. In dieser Größenordnung steht die Verlängerung schnell in direkter Konkurrenz zu neuer Hardware.

Deshalb lohnt jetzt die nüchterne Gegenrechnung: Welche Geräte lassen sich auf Windows 11 heben, welche scheitern an den Hardware-Anforderungen, und wie alt sind Letztere ohnehin? Ein fünf Jahre altes Notebook, für das drei Jahre ESU anfallen, ist selten die wirtschaftlichere Wahl gegenüber einem Neugerät mit Garantie und aktueller Sicherheitshardware. Eine Ausnahme kennt Microsoft übrigens: Für Windows-10-VMs in Windows 365, Azure Virtual Desktop und Azure-VMs ist ESU ohne Zusatzkosten enthalten – für virtualisierte Arbeitsplätze verschiebt sich die Rechnung also deutlich.

Der Zeitplan ist knapp, aber machbar. Sechs Wochen reichen für eine belastbare Inventur: Welche Geräte laufen noch auf Windows 10, welche Fachanwendungen blockieren die Migration, welche Lizenzen sind bereits gebucht? Erfahrungsgemäß sind es nicht die Betriebssysteme, die den Umstieg aufhalten, sondern Branchensoftware, Peripherie wie Etiketten- oder Kartendrucker und Maschinensteuerungen mit alten Treibern. Diese Fälle brauchen Vorlauf – und bei Neubeschaffung kommt die Lieferzeit obendrauf.

Wir unterstützen Sie dabei, den Bestand sauber zu erfassen, Migrationskandidaten von Austauschkandidaten zu trennen und eine Entscheidung zu treffen, die über Oktober hinaus trägt – inklusive Beschaffung und Rollout. Sie wissen nicht genau, wie viele Windows-10-Geräte bei Ihnen noch laufen? Sprechen Sie uns an, wir verschaffen Ihnen den Überblick.

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